Geschichte

Der Musikverein Oberkail wurde 1929 von 19 jungen Männern im Alter zwischen 15 und 30 Jahren gegründet und hatte bereits im Mai 1930 seine ersten Auftritte. In den 30er Jahren entwickelte sich der Verein zu einem Klangkörper mit einem beachtlichen Leistungsniveau, um das er vielerorts beneidet wurde. Die Oberkailer waren erfreut über die Möglichkeit, weltliche wie kirchliche Veranstaltungen nunmehr feierlicher gestalten zu können. Leider stand die Zeit ab 1933 unter dem Zeichen der Diktatur des Nationalsozialismus. Auch die Blasmusik wurde nicht verschont. Sie musste an nationalsozialistischen Fackelzügen und Propagandamärschen in Oberkail und in den Orten in der Umgebung teilnehmen. Die nationalsozialistische Politik trieb schliesslich auch die Mitglieder des Musikvereins als Soldaten in den Zweiten Weltkrieg. Anfangs spielten die  noch nicht eingezogenen Musiker am Kriegerdenkmal das Lied vom "Guten Kameraden", wenn für einen gefallenen Oberkailer das Traueramt gehalten wurde. Doch nach und nach verstummte das Musikgeschehen.

1947 erfolge der Wiederaufbau. Zwölf Jungen und Männer im Alter von 13 bis 42 Jahren gehörten zum Musikverein. Die folgenden Jahre standen im Zeichen fruchtbaren Musizierens und vieler erfolgreicher Auftritte. In den 60er Jahren vergrösserte sich die Zahl der aktiven Mitglieder durch die beginnende Nachwuchsausbildung. Auch wurde es zur bisher nicht gekannten Selbstverständlichkeit, dass die Vereine weibliche Mitglieder als aktive Musikerinnen aufnahmen. Erfahrene Senioren musizierten nunmehr gemeinsam mit der dörflichen Jugend in einer zahlenmässig starken Kapelle.

Die 70er Jahre standen im Zeichen allgemeiner Vereinmüdigkeit. Dennoch schaffte es die Oberkailer Blaskapelle, diese schweren Jahre zu überstehen und gestärkt in das nachfolgende Jahrzehnt zu gehen. Dazu trug auch die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Gindorf bei. Der Musikverein wird seither durch aktive Bläserinnen und Bläser aus Gindorf verstärkt. Im Gegenzug haben sich die Oberkailer Musiker verpflichtet, kulturelle Veranstaltungen im Nachbarort musikalisch zu umrahmen.

Die Zeit zwischen Mitte/Ende der 80er Jahre bis heute können als die Zeit der Leistungssteigerung bezeichnet werden, die letztlich zu Homogenität und Stabilität in der musikalischen Gesamtleistung führten. Die Fortführung der Jugendarbeit und der musikalischen Grundlagenausbildung und deren konsequente Erweiterung durch Lehrer der Kreismusikschule kam dem Musikverein zugute. Das Ziel, einen homogenen und gern gehörten Klangkörper zu formen, wurde erreicht.

 

Dirigenten:

 
Gendarm Rautenberg 1929 bis 1930
Anton Iserlohn 1930/1931 bis Kriegsbeginn
Peter Leineweber 1947 bis 1958
Wittlich 1959 bis 1960
Matthias Breuer-Hessberg 1960 bis 1962
Hermann Heinz 1962 bis 1971
Heinrich u. Josef Wissmann 1972 bis 1976
Simon Weiler 1976 bis 1983
Josef Marx 1983 bis 1991
Hubert Schelian 1991 bis 1993
Erich Gerten 1993 bis 1993
Armin Ambros 1994 bis 1997
Thomas Kalle 1998 bis 2000
Reinhard Klee 2000 bis 2004
Markus Bong 2004 bis 2005
Christoph Paus 2005 2007
Detlef Krakau seit 2007 03/2009
Reinhard Klee 04/2009 05/2009
Victor Frick 08/2009 10.09.2009
Günther Lauer Jan. 2010 Feb. 2011
Friedhelm Oeffling Feb. 2011 Dez. 2011
Marcel Richards Dez. 2011 lfd.

 

Vorsitzende:

 
Julius Treis um 1950  
Theodor Schmitt 1950 bis 1973
Herbert Leischen 1973 bis 1987
Theo Breuer 1987 bis 1988
Lothar Reinhard 1989  
Theo Witz 1989 bis 1991
Herbert Leischen 1991 bis 1994
Kerstin Wallenborn 1994 1995
Herbert Leischen 1995 1999
Michael Heinz 1999 2001
Mareike Hasenbeck 2001 2007
Cilly Rondé seit 2007  

 

 

 

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